Schweiß ohne Fleiß November 2013

Heute ist der große Tag! Es ist alles perfekt vorbereitet. Die Frisur sitzt, die Schuhe sind          blitzblank geputzt und die Kleidung passend ausgewählt. Mit den Bewerbungsunterlagen                  unterm Arm geht es los – zum Vorstellungsgespräch. Wochenlang wurde für dieses Bewerbungsgespräch geübt. Dutzende Modelle von Bewerbungsschreiben erstellt. Die Bedingungen könnten besser nicht sein, doch dann kommt er, der Schweiß. Tropfnasse Handflächen rühren den Betroffenen zur Scham. Müsste er doch nur nicht zur Begrüßung die Hand reichen. Was macht das für einen Eindruck? Ein Horrorszenario! Hier spielt eindeutig das vegetative Nervensystem verrückt. Regelt es doch normalerweise angemessen unseren Schweiß, Herzschlag, Brechreiz usw.. In „wilden Urzeiten“, als der Mensch noch vollständig in die Nahrungskette integriert war, konnten feuchte Handteller und Fußsohlen den Flüchtenden tatsächlich von Nutzen sein. Sie gaben ihm auf der Flucht besseren Halt und Griffigkeit.                                                                                                                                                 
Nicht jeder Mensch schwitzt übermäßig an den gleichen Körperstellen. Die häufigsten Stellen sind jedoch die  Achseln, Füße und Hände, Stirn oder gleich das ganze Gesicht. Der frische Schweiß hat zwar noch keinen Geruch, aber die folgenden Zersetzungsprozesse entwickeln bei einigen Menschen dann auch noch sehr unangenehmen Körpergeruch. Auch der ist sehr individuell und wird eventuell durch die Ernährung zusätzlich beeinflusst. In unserer auf Äußerlichkeiten ausgelegte Gesellschaft ist jeder nicht zu kontrollierender Schweiß ein sehr unangenehmer Zustand. Kann man doch gleich die Schwäche dieses Menschen erkennen. Ist das übermäßige Schwitzen (Hyperhidrosis) unerklärlich, so können neben dem oben beschriebenen Angstschweiß auch Schilddrüsen-, Hormon- und Stoffwechselerkrankungen in Frage kommen. Ferner sind Kreislaufursachen, Wechseljahrsbeschwerden, aber auch ernsthafte Tumorerkrankungen abzuklären.                                                                                                                                            
Die Pflanzenheilkunde hält für die mäßige Hyperhidrosis einige gerbstoffhaltige  Pflanzen bereit, die die oberen Hautschichten leicht gerben und somit trockenlegen. Waschungen mit  Salbei, Minze oder Eichenrinde können helfen. Viele Pflanzen enthalten zusätzlich angenehm duftende ätherische Öle, die  Keime abtöten. Hier lohnt es sich mal ein biologisches Deo (Pumpspray) zu versuchen. Angeboten werden z.B. Rosen- oder Salbeideos. Ein vollständiges Stoppen der Schweißsekretion ist langfristig für die Gesundheit ein Problem und sollte nicht angestrebt werden. Der Schweiß hat schließlich die wichtige Aufgabe unseren Körper zu reinigen und zu entgiften. Für das gestresste Nervensystem des „Angsthasen“ ist die ausschließlich äußerliche Pflanzenanwendung nicht ausreichend. Das gilt auch für die aus den Fugen geratene Schweißbildung in den Wechseljahren vieler Frauen. Hier ist  nur eine genauere Betrachtung des Problems langfristig erfolgreich. Ist die Hyperhidrose, nüchtern betrachtet, doch „lediglich“ ein Ungleichgewicht im menschlichen Organismus. In der konstitionellen  Homöopathie ist es möglich, das  tiefer liegende Problem, das hinter den Schweißattacken steckt,  zu behandeln. Die Schweißsekretion kann sich folglich normalisieren.

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Naturheilpraxis Heidi Schröder

 

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Heidi Schröder; ©  Fotografie Nadine Marga
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